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Hier klicken: www.falknerei-rabenstein.de

 

Die Falknerei Burg Rabenstein ist falknerisch, die letzte ihrer Art.

Direkt neben dem Greifvogel- und Eulenpark erwartet den Besucher die “Falknernische Abteilung” der Falknerei Burg Rabenstein. Hier erleben Erwachsene und Kinder eine Flugvorführung der etwas anderen Art. Wir sind weltweit die einzige Einrichtung, in der nur jagdlich brauchbare Greifvögel geflogen werden. Gezeigt wird in einer Lehrvorführung die Ausbildung verschiedener Jagdfalken wie Wander- und Gerfalken, vom tollpatschigen, gerade erst acht Wochen alten Jungvogel, bis hin zum pfeilschnellen, wendigen Beizvogel, der mit dem Falkner zusammen, wie schon vor 4000 Jahren, die Jagd auf geeignete Beutetiere ausübt.

 

Auch die anschließend im Freiflug zu bestaunenden Bussarde wie Adlerbussard, Königsrauhfußbussard, Wüstenbussard, Rotschwanzbussard und Adler wie Steppen- und Steinadler werden für bleibende 

Erinnerungen sorgen.

 

 

Wollen Sie selbst mal einen Greifvogel auf der Faust tragen? 

Quelle: Nordbayerischer Kurier
Inhaber Anton Kratky Quelle: Nordbayerischer Kurier

Ein Falkner ist nicht nur Jäger, sondern auch Naturschützer.

Mit unseren Vorführungen richten wir uns an Menschen aller Altersstufen, um über die Geschichte und den modernen Stand der Falknerei zu informieren.

Zu unseren Aufgaben gehört aber auch, für die Bedeutung des aktiven Natur- und Artenschutzes zu sensibilisieren.

Von der Funktion des Totholzes im Wald bis zur nachhaltigen Verbindung von Landschaft und moderner Industrie zeigen ihnen wir Zusammenhänge und Möglichkeiten zur aktiven Teilnahme auf.

An öffentlichen Falknereivorführungen können Sie regelmäßig im Baumwipfelpfad Steigerwald teilnehmen.

Die Termine für 2020 (Beginn jeweils 15:00)

August: Mi 5.08. | So 9.08. | So 23.08.

September: Mi 2.09. | So 6.09. | So 20.09.

Oktober: So 4.10. | So 18.10.

November: So 1.11 | Mi 4.11. | So 29.11.

Dezember: So 6.12.

Um Sondervorführungen anzufragen nutzen Sie bitte unser Kontaktformular oder schreiben Sie eine Email an kontakt@pirschart.de.

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Vorführung mit Wüstenbussard Bärbel im Steigerwald

Presse

Gefiederter Besuch auf dem Baumwipfelpfad im Steigerwald

Quelle: https://www.infranken.de/lk/kitzingen/lokales/gefiederter-besuch-art-5062303

Tierisch was los: Neben Sikawild und Mufflons gehören Falknereivorführungen zu den neuen Attraktionen
auf dem Baumwipfelpfad im Steigerwald.

Die Falknereivorführung ist ein Baustein von vielen aus dem Umweltbildungsangebot, das der Baumwipfelpfad in den Bereichen Natur- und Artenschutz anbietet. Den vollen Artikel lesen Sie hier.

Zabo – im Einklang mit der Natur

Quelle: „Zabo Nachrichten“, Ausg. 2/2019, des Vorstadtverein ZABO e.V.

 

Heute berichten wir von der Berufsfalknerei Pirschart. Ein alter, ja in Zabo traditionsreicher Beruf hat sich in Zabo neu niedergelassen. Anfang dieses Jahres hat Herr Milton Reichert sein Geschäft gegründet und damit begonnen, seine Greifvögel an die verkehrsreiche und laute Umgebung zu gewöhnen.

 

Sie haben ihn wahrscheinlich schon alle gesehen, wenn er mit einem seiner Greifvögel durch Zabo läuft und sich da- bei wahrscheinlich auch die Augen gerieben: „Sehe ich richtig? Ein Greifvogel auf der Faust eines Mannes?“ An Gassigeher mit Hunden haben wir uns ja schon alle gewöhnt. Aber mit einem Greifvogel? „Hält der sich diesen Vogel als Haustier?“ Über diese und andere Fragen haben wir uns mit dem staatlich geprüften Natur- und Landschaftspfleger und Berufsfalkner Milton Reichert unterhalten.

 

 

Herr Reichert ist gebürtiger Nürnberger, der sich seit 12 Jahren im selbstgewählten Zabo Exil aufhält und sich hier ausgesprochen wohlfühlt. Einem gebürtigen Mögeldorfer gewähren wir in Zabo natürlich gerne Exil. Wissen wir doch alle, daß sich unser schönes Zabo seinen dörflichen Charakter bewahrt hat.

 

Mit seinen knapp 50 Jahren hat Herr Reichert auch beruflich schon viele Erfahrungen gesammelt. Zum Berufsfalkner und staatlich geprüftem Natur- und Landschaftspfleger hat er sich erst in den letzten Jahren ausbilden lassen und diesen Meisterberuf dann auch 2018 abgeschlossen.

 

Als Informatiker und BWL’er hat er knapp 30 Jahre Berufserfahrungen gesammelt. In dieser stressigen Umgebung ist er schliesslich erkrankt und hat sich entschlossen, sich völlig neu zu orientieren. Die Erinnerungen aus seiner Kindheit haben ihn bewogen, den Schritt zurück in die Natur zu wagen. Als Kind wurde er sehr oft mit zur Jagd genommen und hat dabei schon erfahren dürfen, dass die Jägerei nicht nur das Schießen von Wildtieren bedeutet, sondern ein besonderes Gespür erforderlich ist, sich im Einklang mit der Natur in der Natur zu bewegen.

Im Ausbildungsbetrieb Burg Rabenstein in der Fränkischen Schweiz und in der Wildlandstiftung konnte er dann alle Belange der Natur- und Landschaftspflege und der Berufsfalknerei erlernen.

 

 

Warum gründet man dann eine Berufsfalknerei und übt diesen über 3.500 Jahre alten Traditionsberuf ausgerechnet in Nürnberg, respektive in Zabo, aus? Auslöser hierfür waren auch die Kanadagänse am Wöhrder See und die städtische Taubenplage. Die Marderplage wird nur von unseren Mitbürgern wahrgenommen, die schon einmal einen Kabelschaden am Auto hatten. Wie überall gewöhnen sich Wildtiere schnell an eine städtische Umgebung und verlieren ihre natürliche Scheu vor den Menschen und den Begleiterscheinungen der modernen Zivilisation. Übertriebene „Tierliebe“, Fütterungen von Wildtieren, die nicht notwendig sind, sind nur ein Teil der Gründe davon, daß wir, die Menschen, dann ein Problem haben, diese Anforderungen naturgerecht zu lösen.

 

Schießbefehle an Berufsjäger sind nur sehr schwer zu vermitteln. Abschüsse in der direkten Umgebung durchzuführen auch noch sehr gefährlich. So zur Strecke gebrachte Tiere auch noch verenden zu sehen, für unbeteiligte tierliebende Menschen kaum auszuhalten.

Natürliche Feinde dieser Wildtiere, die in unserer urbanen Welt leben, gibt es nicht mehr. Natürliche Feinde sind u.a.

auch Greifvögel. In Jagdrevieren, die regelmäßig von frei- und wildlebenden Greifvögeln bejagt werden, wird das natürliche Gleichgewicht der Natur gehalten und eine Überpopulation verhindert.

Dafür reicht es schon, wenn diese Tiere ihre natürlichen Feinde regelmäßig sehen. Diese Gebiete werden dann von Enten, Gänsen und anderen Kleintieren gemieden. Dieser Erfolg wird in der Jägersprache „vergrämen“ genannt.

 

 

Genau hier setzt nun die Berufsfalknerei an. Diese wilden Tiere müssen ausgebildet, trainiert und an die städtische Umgebung gewöhnt werden. Nach einem Flugeinsatz sollen diese Greifvögel schließlich wieder freiwillig zurückkehren. Dies bedeutet in der Ausbildung viel viel viel Geduld. Dabei kommt es auch vor, daß sich der Greifvogel auch mal dazu entscheidet ein paar Tage, ja manchmal auch Wochen, die Freiheit zu genießen. Ein GPS-Sender hilft dem Berufsfalkner dabei, seinen Greifvogel wieder zu finden. Manchmal sind auch moderne Medien dabei hilfreich wie Facebook, Instagram oder regionale Radiosender. Ein Aufruf über Radio Gong hat erst im Februar dieses Jahres dazu geführt, daß einer seiner Greifvögel den Weg nach Hause wieder gefunden hat.

Beim Training des „Abtragens“ wird Herr Reichert immer wieder gefragt, ob man den Vogel, gemeint ist der Greifvogel, auch streicheln darf. Also Herrn Reichert dürfen Sie gerne streicheln, den Vogel bitte nicht, denn der Greifvogel ist und bleibt ein Wildtier. Der Schnabel und die Füße sind seine „Waffen“. Die Haltung in einer Berufsfalknerei ist keine Domestizierung.

Wer selbst gerne einmal einen Greifvogel oder mehrere aus der Nähe erleben möchte, kann dies gerne bei einem Besuch in der Falknerei auf Burg Rabenstein erleben.

 

Wenn ein Greifvogel dann soweit ausgebildet ist, frei fliegend seine natürlichen Beutetiere zu vergrämen, ist es natürlich sehr wichtig, daß darüber auch alle beteiligten Ämter und Einrichtungen informiert sind. So steht Herr Reichert in ständigem Kontakt zu den Bayerischen Staatsforsten und zu den städtischen Behörden. Aus diesen Bereichen und auch von privaten Grundbesitzern erhält Herr Reichert seine Aufträge.

 

Zur Zeit bildet Herr Reichert 2 Greifvögel aus und hat diesen auch traditionelle Namen gegeben: Agnes ist ein weiblicher Sagerfalke, wird ca. 50 cm groß mit einer Flügel- spannweite von ca. 1 m und wird ca. 1 kg schwer. Bevorzugte Beutetiere sind Tauben, Rabenkrähen, Gänse, Enten.

Agnes wird in der Kurzstreckenjagd eingesetzt. Die Beute wird in der Luft geschlagen. Traudl ist ein weiblicher Harris Hawk, auch Wüstenbussard genannt, wird ca. 50 cm groß mit einer Flügelspannweite von ca. 1m und ca. 1 – 1,5 kg schwer.

Bevorzugte Beutetiere sind Tauben, Rabenkrähen, Gänse, Enten, Kaninchen, Hasen und Waschbären. Zur Zeit sind beide Greifvögel noch im 1. Lebensjahr und noch „Azubis“, kön-nen aber bis zu 30 Jahre alt werden.

In anderen deutschen Großstädten wird das „Vergrämen“ von in der Stadt leben- den Wildtieren bereits erfolgreich durchgeführt. Wenn dies auch in Nürnberg gelänge, wäre dies ein wunderbarer Beitrag um wieder im Einklang mit der Natur zu sein.

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Falknerei als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt

Quelle: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/

 

3.500 Jahre alte Tradition durch insgesamt 18 Länder nominiert

 
Der Zwischenstaatliche Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe hat am 1. Dezember 2016 in Addis Abeba die Falknerei in Deutschland in die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Gemeinsam mit Italien, Kasachstan, Pakistan und Portugal hatte Deutschland eine Erweiterung des Eintrags der Tradition der Falknerei vorgeschlagen.
 
Die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln auf freilebendes Wild in seinem natürlichen Lebensraum ist eine jahrtausendealte Kulturform, die nun durch 18 Staaten auf die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen wurde. Bereits im Jahr 2010 waren Belgien, Frankreich, Katar, Marokko, Mongolei, Saudi-Arabien, Spanien, Südkorea, Syrien, Tschechien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit der gemeinsamen Nominierung ihrer jeweiligen Falknerei-Traditionen erfolgreich, 2013 folgten Österreich und Ungarn.
 
Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin im Auswärtigen Amt a.D.: „Der nationale und internationale Erfahrungsaustausch der Falkner untereinander ist für den Erhalt der Falknerei wichtig. Die Eintragung dieser Kulturform in die UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes durch insgesamt 18 Staaten fördert weltweit die Tradierung von Wissen und Erfahrung an künftige Generationen.“
 
Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters: „Die Kunst der Falknerei ist mehr als 3.500 Jahre alt. Wie bei vielen anderen Formen des Immateriellen Kulturerbes wurden das Wissen und die Erfahrung über das Zähmen und Abrichten der Tiere von Generation zu Generation weitergegeben. Nur so konnte die Falknerei in ihren Grundprinzipien bis heute in fast unveränderter Form erhalten bleiben – auch wenn die Jagd-Praxis inzwischen dem modernen Tierschutzgedanken Rechnung trägt. Die Falknerei gehört zu jenen Traditionen und Bräuchen, die zeigen, dass Reichtum nicht allein in Wohlstand begründet liegt, sondern in der Vielfalt unserer Kultur.“
 
 

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